Wander-Typ und Vorerfahrung
Ich beschreibe mich selbst eher als die gemütliche
Wanderin. Ich bin aber ambitioniert und will immer wieder Neues ausprobieren,
brauche aber nicht unbedingt den Vergleich mit anderen. Am Wandern liebe ich es,
für mich und in der Natur zu sein, mich aber gleichzeitig selbst herauszufordern. Vor
der Tour war ich eher eine Urlaubswanderin mit Erfahrung von Tagestouren und
einer Mehrtagestour in Südamerika, bei der ich auch schon mal auf 5000 Metern war.

Nicoles Erinnerung an die Alpenüberquerung in der Frauengruppe
Wenn du an die Alpenüberquerung mit Ladiestour.bayern zurückdenkst welche Augenblicke kommen dir da sofort in den Kopf?
Witzigerweise denke
ich als Erstes an die Momente, in denen wir gemeinsam auf der Hütte saßen.
Besonders der verregnete Nachmittag auf dem Glocknerhaus ist mir in Erinnerung
geblieben, wo wir zusammen saßen, uns Geschichten erzählt haben und einfach
dieses Gemeinschaftsgefühl mit eigentlich fremden Frauen genossen haben.
Wenn du an den Moment zurückdenkst, an dem du nach all den Höhenmetern am höchsten Punkt der Tour – bei den Drei Zinnen – angekommen bist: Was ging dir in genau diesem Moment durch den Kopf?
In diesem Moment habe ich
vor allem Stolz verspürt. Es war das Gefühl: „Wenn ich die Alpenüberquerung
geschafft habe, ist noch so viel mehr möglich“. Genau diese Herausforderung ist es,
die mich am Wandern motiviert und am Ende diese Glücksgefühle auslöst.
Vor deiner Alpenüberquerung mit Ladiestour.bayern
Wie bist du auf unser Angebot für Frauengruppen aufmerksam geworden und warum hast du dich gerade für eine Tour exklusiv für Frauen entschieden?
Ich bin über
die Instagram-Story von Gesina auf euch aufmerksam geworden. Eine
Alpenüberquerung stand schon seit Jahren auf meiner Wunschliste, aber ich wusste
nie, mit wem ich sie machen soll. Aber Gesines Story hat genau in die richtige Kerbe
geschlagen. Die Konstellation aus dem perfekten Zeitraum und einer reinen
Frauengruppe fühlte sich in diesem Moment wie Schicksal an.
Gab es vor der Buchung einen Moment des Zögerns?
Nicht wirklich. Da ich durch
meine Südamerika-Reise schon an neue Situationen gewöhnt war, habe ich nur
ganz kurz über die Gruppendynamik nachgedacht, aber die Euphorie war direkt viel
größer.
Was hat dich letztlich überzeugt, es einfach zu wagen und die Tour zu buchen?
Das Jahr 2025 war für mich das Jahr des „Machens“ statt nur darüber zu reden. Mein
Wunsch wurde mir quasi auf dem Silbertablett serviert, also habe ich mich sofort
angemeldet.
Was hat dich ursprünglich dazu bewegt, eine Alpenüberquerung zu machen?
Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich solche Dinge schaffen und über
mich hinauswachsen kann.
Organisation, Sicherheit und Führung mit Ladiestour.bayern
Wie hast du die Vorbereitung durch uns im Vorfeld erlebt – vom ersten Kontakt bis zur Packliste?
Sportlich habe ich mich nicht großartig anders vorbereitet, da ich
meinen Routinen vertraut habe. Die Organisation und die Packliste waren aber sehr
hilfreich; ich habe mir daraufhin zum Beispiel extra neue Wanderstöcke gekauft über
die ich im Nachhinein auch sehr dankbar bin. Auch der Online Termin davor zum
kennenlernen und Fragen stellen hat noch Fragen beantwortet.
Wie verlief für dich die Anreise zum Treffpunkt? War es leicht für dich, dich in die Gruppe einzufinden?
Die Anreise war total entspannt, da ich direkt mit Gesina
und Anna mit dem Auto aus München herfahren konnte, wodurch wir schon Zeit zum
Kennenlernen hatten. Aber auch mit den anderen war es dann leicht sich am ersten
Tag einzugrooven. Besonders das lustige Kennenlernspiel am ersten Abend im
Kärlingerhaus hat geholfen, alles aufzulockern.
Hast du dich jederzeit sicher gefühlt?
Ja, auf jeden Fall, 100%! Keine Situation,
wo ich sagen würde, dass ich mich unsicher gefühlt habe. Du hast immer klare
Ansagen gemacht. Es war ein tolles Gefühl, jemanden dabei zu haben, die genau
weiß, was zu tun ist und worauf man achten muss.
Wie wurde mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgegangen?
Das hatte ich
dir ja beim Feedback schon gesagt, aber du hast wirklich ein super Tempo
vorgegeben. Das war so ein Aha-Moment für mich, dass ich erkannt habe WAS das
für einen Unterschied macht, wenn man einfach langsamer geht. Wie viel
entspannter ich auf der Hütte ankomme & wie viel mehr ich genießen kann. Du hast
über die Tage eine super Pace vorgegeben und uns mit unseren Leistungsniveaus
damit auf eine Linie gebracht. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass unsere Gruppe
insgesamt recht homogen war.
Die Tour “Alpenüberquerung” und die Frauengruppe
Was unterscheidet diese geführte Tour deiner Meinung nach von einer selbstorganisierten Mehrtagestour?
„Der größte Unterschied ist, dass einem die gesamte Organisation und der ‚Mental
Load‘ abgenommen werden. Man muss sich nicht um Wege oder Hütten kümmern
und kann sich voll auf die schönen Momente, das Erlebnis, die Natur, das Wandern
und die anderen Plätze konzentrieren. Das ist ein riesen Vorteil. Was ich auch
total unterschätzt hatte, ist wie viel wir von dir lernen konnten. Du hast uns so viel
mitgegeben, von was pack ich richtig, wie trag ich meinen Rucksack richtig, wie laufe
ich richtig, all so Dinge, wo man, wo man denkt: ‘O.K., ich bin keine
Wanderanfängerin, ich bin schon viel gewandert. Und trotzdem habe ich so viel
dazugelernt.
Wie hast du das Anforderungsprofil deiner gewählten Tour empfunden? Hat es sich mit deinen Erwartungen gedeckt?
„Das Anforderungsprofil hat sich super mit meinen Erwartungen gedeckt. Es war als
mittleres bis anspruchsvolles Niveau ausgeschrieben, und das hat perfekt auf die
Route und das, was wir gemacht haben, gepasst.“
Gab es auf der Strecke eine Situation oder eine Etappe, die dich besonders beeindruckt hat oder die vielleicht besonders herausfordernd war?
„Beeindruckt hat mich eigentlich jeder Tag aufs Neue, weil sich die Landschaft so
krass verändert hat – vom Steinernen Meer über den Neuschnee am Großglockner
bis hin zu den Dolomiten. Herausfordernd war für mich der dritte Tag mit dem Regen
und dem Nebel, als wir zur Scharte hochgegangen sind. Da musste ich die Zähne
zusammenbeißen, aber genau das löst am Ende der Tour die Glücksgefühle und den
Stolz aus.“
Welche Etappe blieb dir landschaftlich besonders in Erinnerung?
„Besonders der Moment am Großglockner, als wir morgens diesen Schnee und die
‚Puderzuckerberge‘ hatten, war landschaftlich ein absolutes Highlight für mich.“
Welche Rolle spielt die Gemeinschaft in besonders anstrengenden Momenten?
„Die Gemeinschaft schafft einen Rückhalt. Man motiviert sich gegenseitig, und das
gemeinsame Durchbeißen macht die Tour im Nachhinein oft sogar spannender und
schweißt zusammen.“
Im Moment denk ich mir oft, ich will nicht reden, ich will einfach nur mein Ding
durchziehen. Aber im Nachhein merkt man erst, wie es mich unterbewusst motiviert,
wie man mitgezogen, getragen wird von der Gruppe. Das hat schon einen großen
Wert.
Die „Ladiestouren“-Atmosphäre
Was macht für dich den Unterschied aus, wenn eine Gruppe nur aus Frauen und einer Bergwanderführerin besteht? Wie hast du die Stimmung auf den Hütten und am Berg erlebt?
„Ach es war so toll! Frauengruppen sind einfach so toll. Es macht einen riesen
Unterschied. Ich glaube man kann auch eine fabelhafte Zeit in einer gemischten
Gruppe haben. Aber in einer reinen Frauengruppe entsteht irgendwie automatisch
so ein Safe Space, es werden andere Themen besprochen, und es gibt eine ganz
andere Tiefe in den Gesprächen. Man kann sich viel schneller öffnen und es herrscht
eine besondere Vertrautheit, die ich so in gemischten Gruppen oft nicht erlebe.“
Wie würdest du die Atmosphäre innerhalb der Gruppe beschreiben?
„Die Atmosphäre war total offen, lustig und spaßig. Es sind super viele tolle
Charaktere aufeinandergetroffen, die alle sehr aufgeschlossen waren.“

Wie wichtig war die Rolle deiner Bergwanderführerin für dein Sicherheitsgefühl und den Spaß an der Tour?
„Es gibt einem ein tolles Gefühl, jemanden dabei zu haben, die genau weiß, was zu
tun ist und worauf man achten muss. Auch für den Spaß war es gut, wir hatten
durch die versch. Charaktere eh schon viel Witz am Start. Aber eine Wanderführerin
kann auch immer nochmal Impulse setzen, um die Gruppe noch mehr
zusammenzubringen.“
Was bleibt für Dich?
Was nimmst du – jenseits von Gipfelbildern – aus dieser gemeinsamen Zeit für dich persönlich mit nach Hause?
„dass ich wieder etwas geschafft hab, von dem ich früher nicht gedacht habe dass
ich das mal machen werde. Dass es einfach immer gut ist, Dinge nach Bauchgefühl
zu entscheiden und man unverhofft die beste Zeit überhaupt haben kann.
Was war dein ganz persönlicher „Gänsehaut-Moment“ auf Ladiestour?
Vielleicht dieser Blick beim Großglocknerhaus, als wir rundherum diese weißen
Puderzuckerberge hatten. Das war für mich einer der coolsten Anblicke der ganzen
Tour. Es gab für mich aber ganz viele kleine Gänsehautmomente, so immer wieder.
Wir sind immer wieder stehen geblieben und man hat sich so gedacht, boah, das ist
so krass schön.Und das fand ich auch so cool, dass wir uns die Zeit für diese
Momente genommen haben, immer wieder. Damit wir den Moment genießen
konnten.
Wenn du deine Erfahrung in drei Worten beschreiben müsstest – welche wäre das?
Empowernd, wunderschön, lehrreich.
Was hat die Alpenüberquerung in dir verändert?
„Ich bin durch die Tour mutiger geworden und habe ein besseres Gespür dafür
bekommen, was ich sportlich und mental leisten kann.“
Was hat diese Tour mit deinem Selbstvertrauen gemacht?
Es war wirklich einfach dieses Wieder-sich-selber-Beweisen; sich selbst zu
beweisen, dass man Dinge schaffen kann – und zwar auch Dinge, von denen manvielleicht vorher gar nicht denkt, dass sie überhaupt möglich sind. Und das Ganze
galt eben nicht nur auf der sportlichen Ebene, sondern tatsächlich auch sozial!
Einfach zu sehen: ‚Hey, guck mal, wie cool und easy das mit diesen Mädels hier
war‘ und wie gut ich das dann alles so gemeistert habe.“

Deine heißen Tipps für Frauen, die sich für Mehrtagestouren interessieren?
Welchen Tipp hast du für alle Frauen, die noch unsicher sind, ob sie zum ersten
Mal eine Ladiestour buchen sollen?
„Mein Tipp ist: Nicht zu viel drüber nachdenken, sondern einfach machen.“
Warum sollte sie genau jetzt buchen – und nicht „irgendwann“?
„Weil genau in diesem Moment, wenn man es macht, die coolsten Geschichten und
Erinnerungen entstehen und nicht erst irgendwann in der Zukunft.“
Für welche Frauen würdest du diese Mehrtagestour besonders empfehlen? Muss ich als Frau „super sportlich“ sein?
„Ich würde sie allen empfehlen, die einfach Bock auf Wandern und die Berge haben.
Man muss kein Profi sein; wir Frauen schätzen uns oft viel schlechter ein, als wir
tatsächlich sind. Im Zweifel schafft man immer mehr, als man denkt.“
Was würdest du einer Frau sagen, die sich nicht sicher ist, ob sie das schafft?
Ist die Tour auch für Alleinreisende geeignet?
„Ich würde ihr sagen, dass sie es bestimmt schafft. Und wenn ihr euch nicht sicher
seid, dann einfach mal vorher mit den Guides telefonieren. Sie können das
Fitnesslevel gut einschätzen.
Die Tour ist perfekt für Alleinreisende geeignet – wir waren in unserer Gruppe ja
eigentlich alle alleine angereist, und genau das war das Coole daran.“
Was möchtest Du noch sagen?
„Ja, ich wiederhole mich jetzt zwar wieder – sorry dafür – aber ich glaube, das
Wichtigste, was ich sagen würde, ist wirklich: Hört auf euer Bauchgefühl! Macht die
Dinge, auf die ihr Lust habt, auch wenn ihr vielleicht denkt, dass ihr es nicht schafft
oder wenn es irgendwelche Zweifel gibt. Glaubt einfach an euch selber! Ihr werdet
euch am Ende des Tages so krass selber überraschen, ja genau. Das ist es, was ich
sagen würde.“

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